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12 Tipps für eure freie Trauung: So wird eure Zeremonie persönlich und entspannt

Eine freie Trau­ung gibt euch ziem­lich vie­le Mög­lich­kei­ten. Ihr seid nicht an star­re Abläu­fe gebun­den und könnt euren Tag so gestal­ten, wie er wirk­lich zu euch passt. Genau das macht sie für vie­le Paa­re so beson­ders.

Damit sich eure freie Trau­ung am Ende aber nicht nur gut anfühlt, son­dern auch für euch und eure Gäs­te rund läuft, soll­tet ihr ein paar Din­ge früh mit­den­ken. Vie­le Klei­nig­kei­ten wir­ken erst­mal neben­säch­lich. Sind sie aber nicht. Und ja, auf eure Hoch­zeits­fo­tos hat das Gan­ze am Ende auch mehr Ein­fluss, als vie­le den­ken.

Inhaltsverzeichnis

1. Die richtige Uhrzeit für eure freie Trauung ist wichtiger, als viele denken

Die Uhr­zeit ist einer der Punk­te, die oft unter­schätzt wer­den. Dabei ent­schei­det sie ziem­lich stark dar­über, wie ange­nehm eure Zere­mo­nie wird. Für euch. Für eure Gäs­te. Und auch für die Fotos.

Wenn ihr im Som­mer hei­ra­tet, wür­de ich eine freie Trau­ung mög­lichst nicht mit­ten in die pral­le Nach­mit­tags­son­ne legen. Vor 16 Uhr kann das schnell anstren­gend wer­den. Nie­mand möch­te bei 35 Grad geschnie­gelt und geschnie­gelt auf einem Stuhl fest­kle­ben. Vor allem nicht in Anzug, Kleid und ohne Schat­ten.

Wenn alle schwit­zen, die Augen zuknei­fen oder Son­nen­bril­len tra­gen, fühlt sich die Zere­mo­nie direkt weni­ger ent­spannt an. Und das sieht man spä­ter eben auch auf den Bil­dern. Mei­ner Erfah­rung nach ist spä­ter oft bes­ser. Das Licht wird wei­cher, die Stim­mung ruhi­ger und die gan­ze Trau­ung wirkt gleich viel ange­neh­mer.

Gleich­zei­tig soll­tet ihr dar­auf ach­ten, dass zwi­schen Trau­ung und Abend­essen nicht zu viel Leer­lauf ent­steht. Ein biss­chen Luft im Ablauf ist gut. Stun­den­lan­ges War­ten eher nicht. Hung­ri­ge Gäs­te sind sel­ten eupho­risch. Das muss man ein­fach mal so sagen. Wie der per­fek­te Tages­ab­lauf aus mei­ner Erfah­rung aus­sieht, erfahrt ihr hier.

2. Achtet bei eurer freien Trauung auf den richtigen Platz

Der Ort eurer frei­en Trau­ung soll­te nicht nur schön aus­se­hen. Er soll­te auch funk­tio­nie­ren. Gera­de drau­ßen spielt die Son­ne eine grö­ße­re Rol­le, als vie­le erst­mal auf dem Schirm haben.

Wenn ihr die Mög­lich­keit habt, im Schat­ten zu sit­zen, ist das schon die hal­be Mie­te. Falls das nicht geht, schaut wenigs­tens, dass ihr nicht fron­tal in die Son­ne guckt. Sonst kneift ihr die Augen zusam­men, eure Gäs­te machen es genau­so und ent­spannt wirkt das dann eher nicht.

Ide­al ist ein Auf­bau, bei dem das Licht von der Sei­te kommt oder hin­ter euch fällt. Dann ist es für alle ange­neh­mer und die Fotos wir­ken deut­lich har­mo­ni­scher. Sprecht das unbe­dingt früh mit eurer Loca­ti­on oder eurem Trau­red­ner ab. Sol­che Din­ge las­sen sich meist leicht lösen, wenn man recht­zei­tig drü­ber spricht.

3. Eine offene Sitzordnung macht eure freie Trauung persönlicher

Ich sehe es lei­der immer wie­der: Das Braut­paar sitzt oder steht mit dem Rücken zu den Gäs­ten. Für mich als Foto­graf ist das scha­de. Für euch aber eigent­lich noch mehr.

Ihr seht eure Lieb­lings­men­schen nicht rich­tig. Eure Gäs­te sehen eure Reak­tio­nen nur ein­ge­schränkt. Und die Zere­mo­nie ver­liert ein Stück von dem, was sie eigent­lich aus­macht. Nähe. Ver­bin­dung. Emo­tio­nen.

Viel schö­ner ist eine offe­ne Anord­nung. Zum Bei­spiel so, dass ihr mit euren Gäs­ten und dem Trau­red­ner eher ein offe­nes Drei­eck bil­det. Dann kön­nen alle euch bes­ser sehen, die Stim­mung wird inti­mer und ihr bekommt viel mehr ech­te Momen­te mit. Genau die sind spä­ter auf Fotos Gold wert.

4. Sprecht ein Handyverbot für die Zeremonie aus

Ich sag’s direkt, wie es ist: Han­dys wäh­rend der frei­en Trau­ung ner­ven. Sie stö­ren den Moment, sie tau­chen auf den Bil­dern auf und sie sor­gen dafür, dass Men­schen zwar anwe­send sind, den Augen­blick aber trotz­dem nur durch einen Bild­schirm erle­ben.

Nie­mand hat etwas davon, wenn beim Ein­zug oder Aus­zug plötz­lich jemand mit aus­ge­streck­tem Arm ins Bild springt. Das ist weder für euch schön noch für eure Gäs­te. Und für eure Fotos erst recht nicht.

Dar­um mein ehr­li­cher Rat: Lasst euren Trau­red­ner oder eure Trau­red­ne­rin kurz vor Beginn freund­lich dar­um bit­ten, die Han­dys weg­zu­las­sen. Nicht streng. Ein­fach klar. Eure Gäs­te dür­fen den Moment mit euch erle­ben. Danach kön­nen sie immer noch Fotos machen, so viel sie wol­len.

5. Live-Musik macht bei einer freien Trauung oft den Unterschied

Musik vom Band kann funk­tio­nie­ren. Live-Musik fühlt sich trotz­dem meis­tens anders an. Direk­ter. Berüh­ren­der. Ech­ter.

Wenn euer Song live gesun­gen wird, pas­siert oft etwas im Raum. Die Stim­mung kippt in die rich­ti­ge Rich­tung. Es wird stil­ler. Emo­tio­na­ler. Und manch­mal reicht genau ein Refrain, damit bei den ers­ten Leu­ten die Trä­nen lau­fen. Im bes­ten Sin­ne.

Für eure freie Trau­ung muss das gar nicht rie­sig auf­ge­zo­gen sein. Eine Sän­ge­rin, ein Sän­ger oder ein klei­nes akus­ti­sches Set­up reicht oft völ­lig aus. Wenn es zu euch passt, dann passt es. Genau dar­um geht’s ja.

6. Dekoration und Blumen sollten zu euch passen und nicht nur gut aussehen

Ein Trau­bo­gen, Blu­men und eine stim­mi­ge Deko kön­nen eure freie Trau­ung optisch total auf­wer­ten. Auf Fotos wirkt das natür­lich auch rich­tig schön. Aber ich wür­de immer dar­auf ach­ten, dass die Gestal­tung nicht nur hübsch aus­sieht, son­dern sich auch nach euch anfühlt.

Ihr braucht kein Deko­kon­zept, das aus­sieht wie aus einem gestyl­ten Maga­zin, wenn ihr eigent­lich eher locker und boden­stän­dig seid. Eine Hoch­zeit darf schön sein. Klar. Aber sie muss nicht geschnie­gelt wir­ken, wenn ihr das gar nicht seid.

Wenn ihr ein bestimm­tes Mot­to oder eine Farb­welt habt, könnt ihr das natür­lich auf­grei­fen. Und wenn ihr Din­ge mehr­fach nut­zen wollt, um Auf­wand oder Kos­ten zu spa­ren, umso bes­ser. Man­che Pflan­zen oder Deko-Ele­men­te eig­nen sich spä­ter sogar noch als Gast­ge­schenk oder für die Fei­er­lo­ca­ti­on. Fin­de ich per­sön­lich immer ziem­lich sinn­voll.

7. Wählt bei eurer freien Trauung nur Rituale, die sich wirklich nach euch anfühlen

Es gibt unzäh­li­ge Ritua­le für freie Trau­un­gen. Sand mischen, Zeit­kap­seln, Hand­fas­ting, Wunsch­kar­ten, Ring­warm­ing. Kann alles schön sein. Muss es aber nicht.

Wenn ihr bei einem Ritu­al schon beim Gedan­ken dar­an das Gefühl habt, dass es irgend­wie auf­ge­setzt wirkt, dann lasst es weg. Ganz ein­fach. Ihr müsst nichts ein­bau­en, nur weil man das halt so macht.

Mei­ner Erfah­rung nach sind die bes­ten frei­en Trau­un­gen die, bei denen sich nichts geküns­telt anfühlt. Wenn ein Ritu­al zu euch passt, super. Wenn nicht, ist das genau­so okay. Es ist eure Zere­mo­nie. Nicht die von Pin­te­rest.

8. Nehmt euch beim Auszug Zeit

Der Aus­zug ist oft einer der emo­tio­nals­ten Momen­te des gan­zen Tages. Die Anspan­nung fällt ab, ihr habt euch das Ja-Wort gege­ben und plötz­lich ist da die­ses Gefühl von: Jetzt ist es wirk­lich pas­siert.

Genau des­halb soll­tet ihr da nicht durch­het­zen. Geht lang­sam. Schaut euch an. Schaut zu euren Leu­ten. Lasst den Moment zu. Was wäre euch wich­ti­ger? Schnell durch sein oder spä­ter genau die­sen Augen­blick noch mal rich­tig füh­len kön­nen, wenn ihr eure Bil­der anschaut?

Sei­fen­bla­sen, Blü­ten­blät­ter oder Jubel von euren Gäs­ten kön­nen da super funk­tio­nie­ren. Wenn es nicht über­la­den wirkt. Ein biss­chen Gefühl schlägt auch hier jede Show.

9. Plant für die Glückwünsche einen entspannten Ort ein

Nach dem Aus­zug kom­men meist direkt die Glück­wün­sche. Umar­mun­gen, Trä­nen, Lachen, lau­ter klei­ne Momen­te. Ich glau­be, vie­le Paa­re unter­schät­zen, wie viel Zeit die­ser Teil ein­neh­men kann. Gera­de bei grö­ße­ren Gesell­schaf­ten.

Sucht euch dafür am bes­ten einen Platz, an dem ihr nicht in der pral­len Son­ne steht und an dem sich eure Gäs­te gut ver­tei­len kön­nen. Ein schat­ti­ges Plätz­chen ist da Gold wert. Nie­mand möch­te nach zehn Umar­mun­gen schon kom­plett durch­ge­schwitzt sein.

Und foto­gra­fisch ist das sowie­so eine rich­tig star­ke Pha­se. Weil da eben nichts gestellt ist. Nur ech­te Reak­tio­nen. Genau die Bil­der schau­en sich vie­le Paa­re spä­ter beson­ders gern an.

10. Habt für eure freie Trauung immer einen Plan B bei schlechtem Wetter

Ich will euch kei­ne Angst machen. Aber wenn ihr drau­ßen hei­ra­tet, braucht ihr einen Plan B. Immer. Auch im Hoch­som­mer. Auch in NRW, obwohl man hier eh mit allem rech­nen muss. Ihr kennt das ja.

Es reicht nicht, zwei Tage vor­her ner­vös auf die Wet­ter-App zu schau­en. Die Alter­na­ti­ve soll­te vor­her ste­hen. Gibt es einen Raum drin­nen? Eine Über­da­chung? Ein Zelt? Könnt ihr spon­tan umbau­en, ohne dass direkt das gan­ze Kon­zept zusam­men­fällt?

Wenn ihr das vor­her geklärt habt, seid ihr auto­ma­tisch ent­spann­ter. Und selbst wenn es am Ende tro­cken bleibt, schläft man mit so einem Back­up ein­fach bes­ser.

11. Haltet die Wege an eurem Hochzeitstag so kurz wie möglich

Zu lan­ge Wege fres­sen Zeit. Und Ner­ven. Das gilt für euch genau­so wie für eure Gäs­te.

Wenn zwi­schen Get­ting Rea­dy, frei­er Trau­ung, Sekt­emp­fang und Fei­er stän­dig gepen­delt wer­den muss, geht schnell Ener­gie ver­lo­ren. Dann sitzt man im Auto, sucht Park­plät­ze oder war­tet auf Leu­te, die noch unter­wegs sind. Das braucht an so einem Tag eigent­lich nie­mand.

Am ent­spann­tes­ten ist es, wenn mög­lichst viel an einem Ort statt­fin­den kann. Noch bes­ser wird es, wenn ihr schon am Vor­tag anrei­sen könnt. Dann star­tet ihr ruhi­ger rein und habt mehr Zeit für die schö­nen Din­ge. Weni­ger Stress sorgt fast immer für bes­se­re Stim­mung. Und ja, meis­tens auch für bes­se­re Fotos.

12. Bleibt entspannt. Wirklich.

Wenn ich euch eine Sache mit­ge­ben dürf­te, dann die­se: Macht euch nicht wegen jeder Klei­nig­keit ver­rückt. Am Ende erin­nern sich die wenigs­ten dar­an, ob auf dem Tisch drei Ker­zen stan­den oder vier. Oder ob irgend­wo eine Blu­me gefehlt hat.

Wich­tig ist, dass sich euer Tag gut anfühlt. Dass ihr euch wohl­fühlt. Dass ihr Zeit mit euren Men­schen habt. Und dass ihr zwi­schen­durch auch mal durch­at­met und kapiert, was da gera­de pas­siert.

Wenn Klei­nig­kei­ten schief­ge­hen, dann ist das eben so. Nehmt es mit Humor. Ihr hei­ra­tet. Das ist der Punkt. Alles ande­re ist Bei­werk.

Wenn ihr gera­de eure freie Trau­ung plant und euch ehr­li­che, natür­li­che Hoch­zeits­fo­tos wich­tig sind, mel­det euch gern. Dann quat­schen wir in Ruhe über eure Plä­ne und schau­en, ob das mit uns passt.

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